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Das Recht auf Leben und Sterben

Die Patientenverfügung - Disposizione anticipata di trattamento

Das lang erwartete, neue Gesetz zur Patientenverfügung (Gesetz Nr 219), das im Dezember 2017 verabschiedet wurde, will das Recht auf Leben, Gesundheit, Würde und Selbstbestimmung schützen. Es sieht für Patienten verschiedene Möglichkeiten zur Willensäußerung vor. Eine davon ist das informierte und freiwillige Einverständnis (ital. Consenso informato).
Die Patientenverfügung bietet die Möglichkeit, rechtzeitig die eigenen Wünsche im Hinblick auf schwerwiegende Erkrankungen und das eigene Sterben zu überdenken und schriftlich festzulegen. Sie bietet die Gelegenheit, mit vertrauten Menschen darüber ins Gespräch zu kommen und auf diese Weise kann der Betroffene im Falle einer aktuellen Entscheidungsunfähigkeit Einfluss auf die medizinische Behandlung nehmen und damit die Selbstbestimmung wahren. Auch für Angehörige, Ärzte und Pflegende kann es eine große Erleichterung sein, zu wissen wie weit die Möglichkeit zur Lebenserhaltung ausgeschöpft werden soll. Die Patientenverfügung kann jederzeit geändert und oder neu verfasst werden. Die Figur des Sachwalters soll dem Schutz einer Person dienen, die aufgrund einer Krankheit oder einer körperlichen oder geistigen Behinderung unfähig ist, die eigenen Interessen wahrzunehmen. Er kann medizinische Behandlungen im Namen oder in Vertretung der Person, der er beigestellt wurde und deren Willen er verpflichtet ist zu respektieren, ablehnen, vorausgesetzt der Richter hat eine solche Eingriffsmöglichkeit in der Ernennungsverfügung vorgesehen. Beim Vortrag erhalten Sie eine hilfreiche Broschüre zum Thema.  

Hinweis: Dr. Massimo Bernardo referiert auf Italienisch

 

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Referent
Dott. Massimo Bernardo
Verantwortlicher Arzt, Hospice und Palliativbetreuung, Krankenhaus Bozen

Referent

Betrag
Kostenfrei

Hinweis
Die Veranstaltung findet im Jesuheim/Girlan statt

Ort
Nals, Bildungshaus Lichtenburg

Zeiten
24.09.2019 19:00-22:00 Uhr

Kodex
60020734