Künstliche Intelligenz

Was benötigt die Südtiroler Wirtschaft?

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Künstliche Intelligenz ist die allgegenwärtige Schlüsseltechnologie, die es zu begreifen und deren Chancen es zu nutzen gilt. Die Einsatzgebiete sind vielseitig. Dass KI bereits im Alltag präsent ist, erkennt man unter anderem anhand Übersetzungshilfen, automatisierten Beantwortungen von Anfragen, sprachgesteuerte Assistenten oder Foto-Apps. Die Wertschöpfungspotentiale für Unternehmen sind enorm, denn der Einsatz von KI steigert nicht die Effizienz der Geschäftsmodelle, sondern lässt neue Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle entstehen.

Für die Zukunft der Südtiroler Unternehmen sind KI-Technologien wettbewerbsrelevant, da sie Prozesse verschlanken und beschleunigen und Arbeitsabläufe effizienter machen.

Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom benennen die Unternehmen, die derzeit nicht in KI investieren fehlende Zeit, fehlendes Personal und fehlende finanzielle Mittel. Trotzdem sind zwei Drittel der befragten Unternehmen überzeugt, dass KI die wichtigste Zukunftstechnologie ist.

Aber was ist künstliche Intelligenz?
Einfach erklärt ist KI der Versuch einen Computer mit Daten so zu füttern, dass er wie ein Mensch denkt und handelt und ihm damit Intelligenz verleiht. Statt für jeden neuen Auftrag ein Programm zu schreiben, kann KI eigenständig Antworten finden und selbstständig Probleme lösen. „Wenn wir heute von KI sprechen, hat das allerdings wenig mit dem zu tun, was wir aus Spielfilmen kennen“, sagt Michael Gurschler, Experte für KI. Im wirklichen Leben begegnen uns KIs meist versteckt – wenn uns z.B. auf Stol neue Produkte empfohlen werden, wenn Menschen auf Fotos automatisch erkannt werden oder wir mit „Alexa“ oder „Siri“ auf unserem Handy reden.

KI im Unternehmen
Viele Lebensbereiche und Wirtschaftszweige werden in den nächsten Jahren durch Künstliche Intelligenz beeinflusst. „In zahlreichen Betrieben fehlen jedoch die Mitarbeiter:innen mit spezialisierten KI-Fähigkeiten oder Transformation-Skills, um KI im Unternehmen einzuführen“, weiß Experte Florian Werner-Jäger. Den Unternehmen muss es gelingen von der KI-Vision zeitnah in eine entsprechende Umsetzungsstrategie zu kommen. Es ist zwar ein Umdenken in den Firmen festzustellen, aber oft wird diese von Unverständnis und Angst begleitet, so Florian Werner-Jäger. Wie soll das unseren Kunden und Kundinnen helfen? Welchen Nutzen hat unsere Firma? Das ist der erste Schritt zu einer seelenlosen Kultur voller Roboter und Algorithmen! Fragen und Aussagen wie diese kennt Florian Werner-Jäger zur Genüge. In seinen Seminaren stellt er immer wieder fest, wenn die Teilnehmer:innen sich intensiv mit KI auseinandersetzen, weichen Ratlosigkeit und Ängste Euphorie und Tatendrang. Wichtig ist es, so Florian Werner-Jäger, bei den ersten KI-Projekten erfolgreich zu sein. Daher rät der Experte mit kleineren Projekten zu starten. Gleich am Anfang zu scheitern, wäre für eine weitere Entwicklung der KI Implementierung im Unternehmen fatal.