Wandern

Wandern ist im Trend

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In der heutigen Zeit stehen wir ständig unter Druck – ob privat oder im Beruf. Daher verwundert es auch nicht, wenn immer mehr Menschen Erholung in der Natur suchen. In der Freizeit einfach mal abzuschalten und etwas für Körper und Geist zu tun, steht an erster Stelle. Studien zur Folge geht das am besten mit Bewegung, denn was gibt es Schöneres, als bei etwas Bewegung auch noch idyllische Landschaften zu entdecken und atemberaubende Erfahrungen zu machen? Schon Friedrich Nietzsche sagte einst, dass nur jene Gedanken, die im Gehen kommen, irgendeinen Wert hätten.
Den Trend zum Wandern spürt nicht nur die Outdoor Industrie, auch Reiseanbieter bieten verstärkt Wander- und Aktivurlaube an. Wandern ist gesund. Wandern ist in. Auch in Südtirol verspürt man diesen Trend sehr stark. Die Nachfrage nach ausgebildeten Wanderführer, die Gäste aus dem In- und Ausland durch die einzigartige Landschaft begleiten und ihnen Land und Leute näher bringen, steigt rasant.
Ob gemütliche Talwanderung oder anspruchsvolle Bergtour: Neben dem guten Gefühl, etwas für Körper und Gesundheit zu tun, dem Entdecken neuer Regionen unseres Landes und den einzigartigen Naturerlebnissen, darf der soziale Aspekt des Wanderns nicht übersehen werden: Gemeinsam die Natur zu erleben und Bergabenteuer zu meistern, verbindet und oft werden dabei neue Freundschaften geknüpft.

Wandern ist gesund

Ausdauerndes Gehen übt Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem aus. Wenn zusätzlich einige pulsbeschleunigende Anstiege zu bewältigen sind, profitiert auch der Kreislauf davon. Insgesamt braucht es zwar etwas länger, sich auf diese Weise körperlich fit zu machen, der Effekt hält dafür länger an. Es werden Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, Muskeln und Stützgerüst gestärkt, während das Risiko von Infarkt, Krebs und Diabetes um mehr als die Hälfte abnimmt.

Dabei spielt eine gewisse Regelmäßigkeit eine maßgebliche Rolle. Wer kontinuierlich etwa 2.000 Kalorien pro Woche für körperliche Bewegung verausgabt, ist deutlich weniger krank, wird im Notfall schneller wieder gesund und lebt nachweislich länger. Besonders vorteilhaft ist, dass Wandern in seinen vielfältigen Formen ein ganzes Leben lang ausgeübt werden kann und selbst im hohen Alter noch nachweisbare Trainingseffekte zeigt.

Herz und Kreislauf
Regelmäßige und moderate Bewegung senkt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Wandern stärkt das Herz-Kreislauf-System

Übergewicht
Ca. 350 Kcal pro Stunde verbrennt man bei einer leichten Wanderung, bei einer Wanderung im Gebirge steigt der Verbrauch auf 555 Kcal. Übergewicht wird abgebaut.

Bewegungsapparat
Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder werden durch das Wandern stabilisiert bzw. gestärkt. Es kommt damit zu einer Entlastung der Knie und Hüftgelenke, zum Training der gesamten Haltemuskulatur des Körpers (Wirbelsäule, Körperhaltung). Dies verringert das Verletzungsrisiko

Immunsystem
Regelmäßige Bewegung bewirkt eine Stärkung des Immunsystems und damit eine geringere Anfälligkeit gegenüber

Atemwege
Regelmäßiges Wandern führt zur Ver¬größerung des Atemzugvolumens und der Lungen¬vitalkapazität. Dies hat eine tiefere, regelmäßigere Atmung, eine geringere Atemfrequenz und eine bessere Durchblutung der Lunge zur Folge

Alter
Regelmäßiges Gehen, Wandern von Älteren bewirkt eine Verbesserung der Kraftausdauer und neuromuskulären Koordination. Wandern verringert somit das potentiell höhere Sturzrisiko

Stimmungslage
Langandauerndes Gehen verstärkt u.a. infolge eines veränderten Stoffwechsels die Pro¬duktion körpereigener Hormone und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Damit verbinden sich Gefüh¬le des Wohlbefindens und Glücks sowie die Reduzie¬rung von negativen Stimmungen wie Trauer und Ärger

Stress
Studien haben gezeigt, dass es ausreicht, ein Bild einer Landschaft zu betrachten oder aus dem Fenster zu schauen, um Puls, Blutdruck und Muskeltonus zu senken sowie die Ausschüttung von Stresshormonen zu reduzieren. In der freien Natur verstärkt sich dieser Effekt noch.
Länger andauernde körperliche Belastung ist also ein probates Mittel zum Abbau von akutem Stress.