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Konfliktmanagement

Konfliktkosten liegen durchschnittlich bei 10% der Personalkosten wie eine Studie der KPMG anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht. Dabei werden Konflikte häufig nicht erkannt oder sogar negiert.

Autor: Elke Rossmann

Bei uns gibt es keine Konflikte!

Sofern nicht offen gestritten wird, konkrete Beschwerden vorgetragen werden oder möglicherweise sogar ein Rechtsanwalt hinzugezogen wird, werden Konflikte nicht als Konflikte wahrgenommen. Dabei stören die vielen „kleinen“ Dissonanzen den Prozess maßgeblich. Das Unternehmen zahlt den Schaden.
Wenn z.B. Informationen bewußt zurückgehalten werden, eMails nicht rechtzeitig beantwortet werden, Demotivation entsteht, da jemand seinen Kompetenzbereich verletzt fühlt, jemand bewußt zu einem Termin nicht eingeladen wird, unklare Rollen- und Entscheidungsprozesse herrschen, dann führt dies zu Konflikten.

Messbarkeit von Konfliktkosten

Konflikte kosten im ersten Schritt Zeit. Wenn sich ein Mitarbeiter eine Stunde mit seinem Vorgesetzten streitet und anschließend pünktlich zu seinem Feierabend demotiviert den Betrieb verlässt, hat er bis dahin gemeinsam mit seinem Chef 2 Stunden aufgewendet. Nehmen wir an die Stunde des Vorgesetzten kostet 100 Euro, und die des Arbeitnehmers 50 Euro, so entstehen hier zunächst Konfliktkosten von 150 Euro. Neben der reinen Arbeitszeit zeigt die Studie sehr anschaulich weitere Kostenfaktoren, wie Fehlzeiten, Fluktuation, Kunden- und Lieferantenfluktuation, entgangene Aufträge u.v.m. auf.
So können Konflikte in Unternehmen und Organisationen leicht einen 5 oder sogar 6 stelligen Betrag pro Jahr erreichen.

Führungskräfte werden Ihre Kompetenz im Bereich des Konfliktmanagments weiter ausbauen müssen.
Quelle: Best Practice Konflikt(kosten)managment 2012, KPMG

Konflikte lösen: Anforderung an Führungskräfte und Supervision

Die Komplexität von Projekten und die höhere Notwendigkeit interdisziplinär zu arbeiten erfordert bei Führungskräften zunehmende Fähigkeit des Konfliktmanagements. Dies beginnt vor allem in er frühzeitigen Wahrnehmung möglicher Konflikte und der Fähigkeit, dies möglichst kommunikativ zu lösen. Supervision sprich mit einer spezifischen Ausbildung zur Reflexion interaktiven Handelns können Konfliktlösungen umgesetzt werden.
 
KPMG Studie: Beste Practice Konflikt(kosten)-Management 2012
Zum Download